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Wenn Natur zum Erlebnis wird

(Foto: ECOCAMPING)

(red) Natur auf dem Campingplatz: Vögel bauen ihre Nester, Fledermäuse schwirren durch die Nacht – viele Tiere finden hier einen geeigneten Lebensraum. Die Artenvielfalt zu erhalten, ist daher ein wichtiges Ziel von ECOCAMPING. Der Verein aus Konstanz hat sich auf die Fahnen geschrieben, Natur– und Umweltschutz auf Campingplätzen zu fördern.
ECOCAMPING unterstützt in ganz Europa Campingplätze dabei, ein Umwelt- und Qualitätsmanagement aufzubauen. Ziel ist ein naturverträglicher Campingtourismus. 166 Campingplätze waren auf diesem Weg schon erfolgreich – sie erhielten die Auszeichnung ECOCAMPING MANAGEMENT. Neben Energie-Effizienz oder sparsamem Umgang mit Wasser ist die Artenvielfalt ein wichtiges Thema, das in den Workshops von ECOCAMPING diskutiert wird.

Darum ging es auch am 29. Mai 2008: Die Experten Wolfgang Pfrommer, Birgit Ingenlath vom Campingpark Kerstgenshof und Wolfgang Moritz vom Natur-Camping Vulkaneifel hielten in einem Fachforum auf der "Plaza der Vielfalt" einen Vortrag. Inhalt: "Was hat ECOCAMPING mit Biodiversität zu tun?"

Wolfgang Moritz erläuterte im Rahmen des Forums, welche Bedeutung Biodiversität und Naturschutz auf dem Natur-Camping Vulkaneifel haben. Der Campingplatz entwickelte ein herausragendes Konzept für naturorientierte Jugendprogramme und Klassenfahrten. "Die Kinder und Jugendlichen, die auf unserem Campingplatz einige Tage verbringen, erleben die Natur ganz neu und gehen mit einer Begeisterung wieder nach Hause, die sie nachhaltig bewegt", so Moritz, Betreiber des Natur-Camping Vulkaneifel.

Den Campingpark Kerstgenshof mit seinem integrativen ökologischen Konzept stellte die Betreiberin Birgit Ingenlath vor. "Nicht der Gewinn im Übermaß sei das Unternehmensziel", so Ingenlath. "Vielmehr ist es für uns wichtig, den Gästen die Natur näherzubringen, wie sie in unserem Unternehmer selbstverständlich ist." Gäste können auf dem Campingpark an allem naschen, was im Kräuter- und Gemüsegarten wächst und sich anschließend auf dem Naturspielplatz ausleben.

"Diese vorbildlichen Beispiele für praktizierten Natur- und Artenschutz auf Campingplätzen stellen unter Beweis, dass es auch im Urlaub einmal anders geht: Natur Erleben ist Trend und Zukunft zugleich.", so Wolfgang Pfrommer, ECOCAMPING e.V.

ECOCAMPING selbst präsentierte seine Arbeit an einem Stand auf der internationalen Ausstellung anlässlich der UN-Konferenz zum Natur- und Artenschutz. Hier konnte man erfahren, wie der Verein durch Workshops, Beratungen und schriftliche Informationen Anstöße beim Thema Artenvielfalt gibt, und zwar für Campingunternehmer und –gäste.

Platzgestaltung und Pflege: Campingplätze können durch eine Vielzahl von Maßnahmen die regionale Artenvielfalt fördern. Sie sorgen zum Beispiel für eine einheimische Bepflanzung und gestalten besonders Naturräume, etwa Feuchtbiotope oder Benjeshecken. Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse oder Insekten lassen einen Campingplatz zum Lebensraum für viele Arten werden. Tiere finden ihre Heimat auch auf einem Naturspielplatz, der ohne künstliches Material angelegt ist. Auf ihm können Kinder spielerisch die Natur entdecken.

Umweltbildung: Artenvielfalt geht im Kopf los – Campingplätze können ihre Gäste spielerisch und unterhaltsam für die Natur begeistern. So lässt sich Verständnis für das Thema Artenvielfalt wecken, eine Reihe von Aktionen kann dazu beitragen: Naturlehrpfade können entstehen, Broschüren über ökologische Zusammenhänge aufklären, Natur-Erlebnis-Veranstaltungen stattfinden. So wachsen die Kenntnisse über Tiere und Pflanzen, zumal die Gäste Zeit und Muße für Themen haben, die im Alltag unbeachtet bleiben.

ECOCAMPING unterstützt Campingplätze bei der Umweltbildung: der Verein stellt viele Informationen zur Verfügung, organisiert Schulungen und fördert die Zusammenarbeit mit regionalen Experten und Naturschutz-Organisationen. Eine besondere Rolle spielt das Thema Artenvielfalt bei Campingplätzen, die in der Nähe von Naturschutzgebieten liegen: Campinggäste erhalten Informationen, wie sie diese Gebiete naturverträglich nutzen können. Dazu trägt auch eine gezielte Lenkung der Besucher bei.

Beschaffungswesen: Campingplätze können regionale und möglichst biologisch produzierte Waren verwenden und verkaufen – so leisten sie einen Beitrag zur Artenvielfalt. ECOCAMPING analysiert und bewertet Lieferketten, wodurch die Campingplätze eine wichtige Entscheidungshilfe bekommen.

Tierhaltung: Viele Campingplätze haben Tiere auf dem Gelände, zum Beispiel als Streichelzoo. Sie können dabei alten Haustierrassen ein Zuhause geben oder vom Aussterben bedrohte Arten hegen und pflegen. Auf diese Weise erfahren auch die Gäste mehr über diese Tiere – ein interessanter Beitrag zur Umweltbildung.

Auf der Plaza der Vielfalt stellte ECOCAMPING diese Konzepte vor und präsentierte die 166 ausgezeichneten Campingplätze nicht nur den interessierten Gästen sondern auch den Delegierten der UN-Konferenz.

Infos im Internet:
www.ecocamping.net
www.kerstgenshof.de
www.vulkan-camping.de

06.06.08

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